ROTTREVORE – Iniquitous (Re-Release)

Und ab geht es in den amerikanischen Untergrund, wobei diesmal Rottrevore unter die Lupe genommen wird. Bis auf diverse EP Beiträge sind die Typen allerdings nie so richtig aus dem Knick gekommen, ist vorliegendes "Iniquitous" doch auch das einzige Album, welches im Original 1993 rausgekommen ist. Hat somit schon satte Jahre auf dem Buckel, wobei dies aber auf der anderen Seite schon fast so eine Art Garantie ist, hier ein authentisches Death Metal Stück vorliegen zu haben. Damals war halt eine völlig andere Zeit. Dreckiger, rauer und fieser sollte es klingen, was Rottrevore auch durchaus zustande gebracht hatten. Seitdem besitzt die Truppe so etwas wie Kultstatus, was Xtreem Music dazu brachte, das Ding nun noch mal aufgewertet auf den Markt zu schmeißen. Neben dem regulären Album, welches zehn Auswürfe und ein Outro aufzeigte, so gibt es noch drei Bonustracks in Form von Live Darbietungen. Finde ich persönlich immer wenig ansprechend, da erfreue ich mich lieber an raren Studioaufnahmen. Ansonsten rumpelt das Zeug solide vor sich hin, welches aber wohl vorrangig auch ehr den Puristen ansprechen sollte, der alles sammelt, was da so im urwüchsigen Untergrund vor sich hin modert. Ob "Iniquitous" nun wirklich Kult darstellt, ist natürlich so eine Sache, aber eine gewisse morbide Fledderei ist da nicht von der Hand zu weisen. "Unanimous Approval" oder "Disembodied" sind da nur zwei Beispiele für kantige Brecher, wobei aber ein herausragendes Merkmal auf dieser Scheibe fehlt.

Wer es stumpf mag und einfach nur den alten Spirit vergangener Tage inhalieren will, der kann sich das Teil ruhig mal hinter die Rübe ziehen. Rottrevore stehen hier letztendlich für schwere Riffpassagen, mit welchen man einst seinen damaligen Status weiter ausbauen konnte.

Artikelbild Copyright: Xtreem Music

  • Gesamtwertung
    7/10 Good

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