ICHOR – The Black Raven

Vorliegender Vertreter mit dem Namen Ichor sollte nicht mit anderen gleichnamigen Kapellen verwechselt werden. Man mag es kaum annehmen, geht doch die Gründung dieser Ichor zurück bis ins Jahr 1993. Ins Leben gerufen von den Nazxul Gründungsmitgliedern Wraith und Diablore, so gab es jedoch erst einmal lediglich ein Demo, um sich vollends Nazxul zu widmen, ehe 2017 ein vollwertiger Longplayer aus dem Dunkeln kam. Mit "The Black Raven" gibt es nun schon den Nachfolger, der überaus stark beginnt. Ein schönes atmosphärisches "Journey" eröffnet nämlich da die Reise, die epische wie auch magisch wirkende Züge annimmt und von einer drückenden Artikulierung flankiert wird. Was dabei schnell klar wird, ist die Tatsache, dass Ichor hier keinesfalls auf Tempo aus sind, da man doch vielmehr ein fast schon irgendwie behäbiges Stück eingeschustert hat, dessen Fundament aber dennoch im Schwarzstahl Bereich angesiedelt ist. Besonders durch den Gesang wird dem Ganzen etwas Mystisches verliehen, schwebt doch beständig ein majestätisches Feeling über allem. Durch die recht getragene Herangehensweise geht das Werk auch überaus angenehm und leicht in den Schädel, wobei besonders "Fight, Blood, Fire, Hate" hängen bleibt. Insgesamt kann ich sagen, dass Ichor mich mit dieser Scheibe angenehm überrascht haben und damit ihre Heimat Australien auch stark vertreten können.

Wer einen gewissen Hang zum australischen Schwarzstahl hat, der sollte sich auf jeden Fall mal mit Ichor auseinandersetzen, die hier mit "The Black Raven" ein gutes Stück Black Metal vorsetzen, wo mit Atmosphäre keinesfalls gegeizt wird. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Seance Records

  • Gesamtwertung
    8/10 Very good

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