FERETRAL – The Temple Ov Feretral

Eine ganz junge Band ist Feretral, die erst 2020 ins Leben gerufen wurde und sich einer kruden Mischung aus Death- und (War) Black Metal verschrieben hat. Um den Lügenanhängern, die sich für Politik oder Religionen interessieren, mit verrottetem satanischen Death Black Metal aus der südamerikanischen Kanalisation ins Gesicht zu spucken, hat man satte siebzehn Kaliber positioniert, die im etwas dünnen, aber passenden Gewand serviert werden. Auch wenn Feretral noch nicht zur Spitze der gehörnten Fraktion gehören, so dürfte sich der Dunstkreis um Bands wie Blasphemy, Beherit und ganz alte Sarcofago etwas erweitern. Denn in jene Kerbe kann man "The Temple Ov Feretral" einordnen, wo Gift und Galle gespukt und alles Liebliche mit Füssen getreten wird. Es brodelt im Untergrund und Bands wie vorliegende Feretral sind mit daran schuld, das es glücklicherweise zu keiner Stagnierung kommt. Dabei geht auch hier beständig der Blick nach vorne, aber man versteht es auch hin und wieder mal etwas an Tempo rauszunehmen ("The Masque Of Red Death"). Überraschungen werden hingegen nicht präsentiert, wobei es der Truppe aber auch sicherlich nicht darum geht. Vielmehr geht man hier seinen Weg, geradlinig, ohne Firlefanz und mit garstiger Artikulierung.

Feretral zocken letztendlich eine angepisste Runde, bewusst etwas dünn produziert, aber dafür mit einer ordentlichen Portion an Boshaftigkeit. Dabei zollt man übrigens auch noch Tribut an Darkthrone und Sepultura, die jeweils mit einem Cover bedacht wurden. Wenn Feretral ihren Pfad noch etwas ausbauen und dabei Eckpfeiler berücksichtigen, dann sollte es noch weiter aufwärtsgehen.

Artikelbild Copyright: Murder Records

  • Gesamtwertung
    6/10 Normal

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