DUNGEON STEEL – Bloodlust

Unter dem Begriff Satanic Speed Black Metal kommt nun exotisches Futter auf uns zu, und zwar in Form von Dungeon Steel. Dungeon Steel stammen aus Ecuador und schlagen jetzt mit ihrem Einstand auf, wobei hier auch Mitglieder von Wampyric Rites am Mitmischen sind. Die Einflüsse der Band sind Angaben zufolge ausschließlich in den 80ern zu finden, weshalb da natürlich auch nicht weit entfernt die Mutmaßung liegt, ein Brett der alten Schule serviert zu bekommen. Und richtig, mit modernen Zeug hat man nichts zu tun, und da die Tapeversion schnell vergriffen war, so gilt es nun "Bloodlust" etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ein ehr langweiliges Intro muss man jedoch zu Beginn erst einmal überstehen, dafür warten die folgenden Auswürfe mit ordentlicher Räudigkeit auf, sind zwar etwas dünn produziert, stehen dafür aber zweifelsfrei in Bruderschaft mit dem Untergrund. Bei Dungeon Steel ist besonders die Artikulation schön giftig, wurde jene doch mit einem gewissen Hall unterlegt, und die Mucke klingt spritzig. Die Definition Speed Black Metal kann man dabei durchaus auch so stehen lassen, wobei man "Bloodlust" eine gewisse Eigenständigkeit zusprechen kann. Groove und Melodie wird dabei auch immer eingebracht, was das Teil am Leben hält, wobei sich hier in der Tat vor allem ältere Semester angesprochen fühlen dürfen. Sechs Stücke gibt es übrigens zur Verkostung, weshalb es sich hier auch lediglich um eine Mini CD handelt. Dafür wartet die Band aber mit einem gewissen Charme auf, wobei es gerne mehr von dieser Sorte sein darf.

Dungeon Steel vertreten ihre Heimat vorbildlich und lassen für die Zukunft einiges hoffen. Bleibt nur abzuwarten, ob sich die Typen auch treu bleiben, die hier mit "Bloodlust" ein unverbrauchtes rohes Teil offenbart haben, wo mit "Midnight Nightmares" schon fast eine kleine Hymne vorhanden ist. Weiter so!

Artikelbild Copyright: Signal Rex

  • Gesamtwertung
    7/10 Good

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